Für die erste Projektphase ist die Anschaffung von 32 iPads geplant, die mithilfe von zwei Koffern in die Klassen transportiert werden können. Bevor es richtig los geht, sind noch etliche Vorarbeiten zu erledigen. So muss ein Konzept entworfen werden, um das Projekt dem Schulträger, aber auch den schulischen Gremien und den Eltern vorzustellen. Außerdem müssen Angebote eingeholt sowie technische und organisatorische Fragen geklärt werden.
Insbesondere für das Letztgenannte ist der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, die vergleichbare Projekte planen oder schon durchführen, überaus wichtig. Wertvolle Erkenntnisse konnte ich zum Beispiel beim Besuch des Educamps in Bremen gewinnen. Neben zahlreichen interessanten Gesprächen, u.a. mit Ralf Appelt, dem Initiator des Hamburger Projekts "paducation", war vor allem der Bericht des Kölner Musiklehreres Andre J. Spang (per Skype-Konferenz) über die Erfahrungen aus dem äußerst gut dokumentierten iPad-Projekt an der Kaiserin-Augusta-Schule in Köln sehr gewinnbringend.
2 Kommentare:
Ich bin sehr gespannt, wie sich das Projekt entwickeln wird. Ich selbst bin zwar technikbegeistert, aber doch etwas skeptisch, was den tatsächlichen Nutzen von tablets im Unterricht angeht. Bei 32 angeschafften iPads entstehen reine Anschaffungskosten von ungfähr 12.000 EUR (Infrastruktur und sonstige technisch notwendige Ausstattung werden folgen) Welcher Nutzen rechtfertigt diese hohen Kosten? Und Technik ist ja leider anfällig und muss irgendwann ersetzt werden. Und Apples Apps sind ja auch nicht immer kostenlos. Bei einer großen Schule, die sich vielleicht für den flächendeckenden Einsatz von iPads entscheidet, entstehen bei beispielsweise 700 Schülern Kosten von über 250.000 EUR. Oder sollen die Schüler die Dinger dann selbst anschaffen, so wie sie auch einen Taschenrechner anschaffen? Und wenn die Kosten tatsächlich von Eltern getragen werden, muss dann auch für Mathe noch ein CAS-Rechner angeschafft werden, da ein iPad soweit ich weiß nicht zur Abitur-Prüfung zugelassen werden kann?
Fragen über Fragen, aber ich möchte auch trotz meines Namens nicht als Schwarzseher dastehen und hoffe, dass das Projekt erfolgreich ist und ich auch in der Kostenfrage erhellende Antworten oder Lösungen finde. Vielleicht werde ich mich dann an meiner Schule auch in dieser Richtung engagieren. Obwohl, für Apple werde ich mich wohl aus Gewissensgründen nicht engagieren können... ;-)
Viel Erfolg!
Hallo Peter,
leider bin ich ein wenig darüber hinweggekommen, auf deinen Kommentar zu reagieren. Das soll jetzt nachgeholt werden.
Erst einmal danke für deine Anmerkungen. Ein solches Projekt lebt davon, dass es nicht nur von Ja-Sagern begleitet, sondern auch kritisch hinterfragt wird.
Aus meiner Sicht ist unser Vorhaben eine logische Weiterentwicklung der bisher bestehenden Notebookklassen. Ziel ist es, in der Praxis herauszufinden, ob sich ein Tablet für den Unterricht eignet - und falls ja, für welche Zwecke.
Sollte das Projekt Erfolg haben, kann es aus meiner Sicht nur dann weitergeführt und ausgedehnt werden, wenn man die Eltern an der Finanzierung beteiligt. Entsprechende Modelle gibt es ja bereits bei den Notebook-Projekten. Eine flächendeckende 1:1-Ausstattung ist aus meiner Sicht nicht realisierbar, ohne die Eltern mit ins Boot zu holen.
Viele Grüße
Ulf
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